Alle Lebensbereiche hängen zusammen

Vor einer Weile saß ich mit Freundinnen zusammen, wir redeten über dies und das, eigentlich Querbeet über alle Themen des Lebens: Partnerschaft, Beruf, Kinder, Mitmenschen, Sport, Wohnorte … Und irgendwann wurde mir bewusst, dass wir diese Bereiche alle als getrennt voneinander betrachten. Eigentlich ist das der Normalfall, aber dieses Mal hatte ich zum ersten Mal plötzlich das Gefühl, das das für mich gar nicht stimmig ist.

Kann man glücklich sein in seiner Beziehung, wann man mit sich selbst nicht im Reinen ist? Kann man eine zufriedene Mutter sein, wenn man sich beruflich an den Rand gedrängt fühlt? Kann man erfolgreich im Beruf sein, wenn alle anderen Lebensbereiche nicht stimmig sind?

Je mehr ich darüber nachdenke, auf mein eigenes Leben zurückblicke und die Lebensgeschichten von Freunden und Bekannten betrachte, umso mehr komme ich zu dem Schluss, dass alle Lebensbereiche sich bedingen und gar nicht getrennt voneinander betrachtet werden können.

Wenn dein Leben gerade schwierig ist und du dich ohnmächtig fühlst und es dir nicht gelingt, eine Änderung herbeizuführen, dann richte deine Aufmerksamkeit auf die Bereiche, die du gestalten kannst. Kümmere dich um dich und deinen Körper, ernähr dich gut, mach Sport, besuch alte Freunde, kauf dir etwas Schönes zum Anziehen. Stärke dich dort, wo es in deiner Macht liegt. Wenn du an einer Schraube drehst, drehst du automatisch an allen, auch wenn sich das nicht sofort offenbart.

Oder wenn du das Gefühl hast, dass deine Arbeit dich nicht erfüllt, weil dir der tiefere Sinn darin fehlt, dann fülle alle anderen Lebensbereiche mit Sinn. Mach alles, was du tust, liebevoll und mit ganzem Herzen. Diese Veränderung deiner Lebensenergie wird auch vor der Arbeit nicht Halt machen. Entweder es fügt sich wie von selbst, dass deine Aufgaben sinnhafter werden oder du erfüllst die bisherigen mit einer anderen Haltung und empfindest sie doch als sinnvoll. Oder es scheint dir umso unerträglicher, deine Zeit mit dieser Tätigkeit zu verbringen und du schreitest zur Tat, um daran konkret etwas zu verändern oder dich ganz neu zu orientieren. So oder so, es wird nicht ohne Folgen bleiben.

Wie neigen meist leider zu Entweder-Oder-Denken. Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Ich denke aber, dass das Und-Denken, das Verbindende, das „Sowohl als auch“ eher zutrifft. Das ist sehr hilfreich, weil man dadurch Schwierigkeiten nicht mehr isoliert vom Ganzen betrachtet, sondern weiß, dass es viel mehr Möglichkeiten und Wege gibt, sie anzugehen und zu lösen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *