Die innere Freiheit zu handeln

Um zu handeln, benötigen wir nicht nur eine äußere Freiheit, also die theoretische Möglichkeit, etwas tun zu können, sondern ebenso eine innere. Wir müssen uns selbst auch erlauben, etwas zu tun.

Ich habe im Laufe meines bisherigen Lebens immer wieder Menschen kennengelernt, die eine gute Idee hatten und auch das Potenzial, sie umzusetzen, es aber doch nicht taten, weil sie sich davon, was andere denken könnten, ausbremsen und abhalten ließen. Das fand ich immer schade, denn es waren allesamt intelligente und sensible Menschen, und ihre Ideen hätten auch für andere einen Nutzen und Mehrwehrt gehabt.

Ich finde es absolut in Ordnung und normal, sich Gedanken darüber zu machen, was andere denken. Wir sind alle soziale Wesen und das hat ja auch einen tieferen Sinn, weil wir aufeinander angewiesen sind, um zu überleben. Die Frage ist nur, inwieweit wir uns davon in unserer inneren Freiheit beschneiden lassen.

Bei sich selbst bleiben

Ich hatte als Jugendliche und junge Erwachsene immer das Gefühl, mich entscheiden zu müssen zwischen „Ich mache, was ich will und was mir richtig erscheint“ und „Das, was ich tue, findet die Zustimmung der anderen“. Ich habe mich meist für ersteres entschieden, ich konnte gar nicht anders, aber es hat mir wehgetan, dass es zweite fast nie dazu gab. Denn ich wollte nicht anders sein, sondern mit allen in Harmonie.

In dieser Zeit habe ich aber langsam und unmerklich eine innere Freiheit entwickelt und gefestigt, von der ich bis heute profitiere. Und alle, die mich länger kennen, wundern sich schön längst über nichts mehr. :-)

Viele kleine oder ein großer Schritt

Ich möchte nicht, dass noch mehr intelligente und sensible Menschen ihre guten Ideen nicht verwirklichen, nur weil sie sich von den eigenen Grübeleien, was andere denken könnten, davon abhalten lassen.

Wenn du dich in diesem Dilemma erkennst, dann gibt es meiner Ansicht nach zwei Wege damit umzugehen:

Die erste Möglichkeit ist, viele kleine Schritte zu machen. Suche dir Menschen aus deinem Umfeld aus, die offen sind für Neues und erzähle ihnen von deiner Idee. So holst du dir ein erstes ermunterndes Feedback. Und wenn du dann die ersten Schritte deiner Idee realisiert hast und sie allmählich Hand und Fuß bekommt, dann kannst du den Kreis der Eingeweihten nach und nach vergrößern. Und suche dir neue Menschen, die den Weg schon gegangen sind, den du gehen willst und tausche dich mit ihnen aus.

Der zweite Weg wäre der radikalere: Tue etwas, das alle, die dich zu kennen glauben, völlig irritiert oder sogar leicht schockiert und ihr bisheriges festes Bild von dir, sagen wir mal, auflockert. :-) Danach ist alles weitere ein Kinderspiel. Denn ist der Ruf erst ruiniert … :-)

Und wenn du auch nicht gleich Zustimmung findest, so wirst du doch Anerkennung für deinen Mut bekommen. Denn die meisten Menschen, auch die kritischsten, haben ungelebte Träume.

Ich wünsche dir viel Mut und Erfolg! Und so ein Jahreswechsel eignet sich doch super, um neue Dinge in Angriff zu nehmen! :-)

1 comment for “Die innere Freiheit zu handeln

  1. Nadine
    27. März 2017 at 19:21

    Liebe Marion. Dein Satz „und suche dir neue Menschen, die den Weg schon gegangen sind, den du gehen willst und tausche dich mit ihnen aus.“ bewog mich jetzt und hier ganz dreist zu fragen: Hast du zufällig Lust auf einen Austausch? Wir scheinen recht ähnliche Ansichten zu haben. Und ich finde Menschen wie dich sehr spannend, weil ich da immer etwas dazulernen kann. Zb. übers Schreiben…
    Denn dein Blog ist echt gut. Auch wenn ich eher so die 600 Seiten-Fanatikerin bin.
    Liebe Grüße, Nadine

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