Zum Jahreswechsel – Rückblick und Ausblick

Wenn ich mein Jahr 2016 in ein Wort zusammenfassen will, muss ich nicht lange nachdenken: Loslassen.

Das Loslassen hat mich in diesem Jahr auf allen Ebenen begleitet, geschmerzt, aber auch bereichert. Ich habe im Außen vieles losgelassen: Meinen kleinen Verlag, in den ich fünf Jahre lang viel Arbeit und Herzblut gesteckt hatte, und ebenso Menschen aus meinem näheren und weiteren Umfeld.

Aber vor allem im Inneren habe ich vieles losgelassen: viele alte Konzepte (bei denen mir zum Teil vorher gar nicht bewusst war, dass ich sie hatte), und sogar das Bild und die Vorstellungen, die ich von mir selbst hatte. Das war kein bewusster Prozess, es ist einfach alles so geschehen.

Bei all dem Loslassen habe ich das Gefühl, dass dieses Jahr mir etwas unendlich Kostbares gegeben hat. Denn je mehr ich losließ, umso stärker fühlte ich eine innere Freude und Verbundenheit mir allem. Jenseits der Dualität, in der sich das Leben ausdrückt und jenseits der Wahrnehmung, als voneinander getrennte Einzelwesen durch die Welt zu laufen, gibt es eine stille Ebene des Seins, in der alles eins ist. Und jetzt erst verstehe ich auch diese wunderschönen Worte von Rumi:

Beyond our ideas of rightdoing
and wrongdoing, there is a field.
I’ll meet you there.

When the soul lies down
in that grass, the world is
too full to talk about.

Ideas, language, even the
phrase ‘each other’ doesn’t
make sense any more.

Für diese Erfahrung und diese Erkenntnis bin ich dankbar, sie verändert meinen gesamten Blick auf die Welt und auf mein Leben. Und ebenso dankbar bin ich für die neuen Menschen, die in mein Leben getreten sind, für neue Freundschaften und inspirierende berufliche Kontakte. Und dafür, dass aus dem Kleinkind, das gerade eben noch durch meine Wohnung hopste, immer mehr eine junge selbstbewusste Dame erwächst, mit der ich viel Freude und Lustigkeit erlebe. :-)

Ausblick

Für 2017 wünsche ich mir Gesundheit für mich und alle meine Lieben. Und dass ich mich weiterhin so froh fühle und einfach weiter entfalte.

Und ich habe mir vorgenommen, öfter mal alleine zu verreisen. Wohin, weiß ich noch nicht. Die vergangenen Jahre waren von sehr viel Kontinuität (also für meine Verhältnisse …) und meiner Rolle als Mama geprägt, und ich habe eine riesige Sehnsucht danach, mich selbst mal wieder in einem ganz neuen Umfeld, mit ganz neuen Menschen und Eindrücken zu erleben.

Und meine Küche will ich in Zukunft auch öfter mal bereisen. :-) Das ist für mich selbst neu, denn ich war noch nie besonders „Küchen-affin“. Aber ich habe vor einer ganzen Weile schon die Rohkostküche entdeckt und bin ein absoluter Fan davon geworden. In der Rohkostküche wird nichts über 42 Grad erhitzt, um die Lebendigkeit des Essens zu erhalten und das schmeckt man auch. Was ich schon kann: Das weltbeste rohköstliche Schokomousse! :-)

Ich freue mich auf das neue Jahr und wünsche euch allen ein glückliches und gesundes Jahr 2017!

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